1. Anbieter und B2B-Ausrichtung
InhaberInnovative Capital Development Consultancy S.L.
AdresseCarrer de la Protectora 10, local 4
07102 Palma, Spain
Markeinnocapai
Diese AGB gelten für Bestellungen und Verträge über Leistungen, KI-Agenten und ergänzende Produkte von innocapai. Die Leistungen werden unter der Marke innocapai erbracht. Inhaber und Rechtsträger ist die Innovative Capital Development Consultancy S.L.
Ausschließlich B2B: Der innocapai Shop richtet sich nur an Unternehmer, Unternehmen, Selbständige, Freiberufler, juristische Personen und sonstige gewerbliche Kunden. Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen.
Der Kunde bestätigt mit der Bestellung, nicht als Verbraucher zu handeln. innocapai darf geeignete Nachweise verlangen, etwa Rechnungsdaten, Unternehmensdaten, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder Gewerbenachweis. Ist die Unternehmereigenschaft nicht plausibel, darf innocapai die Bestellung ablehnen oder stornieren.
2. Geltungsbereich und Rangfolge
Diese AGB gelten für innocapai Shop-Produkte, insbesondere Chat Agent, Chat + Voice Agent, Einrichtung, laufenden Betrieb, nutzungsabhängige Entgelte, optionale Add-ons, Integrationen und ergänzende Leistungen.
Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn innocapai ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
Bei Abweichungen gilt folgende Rangfolge: individuelle Vereinbarung, Auftragsbestätigung oder Angebot, Leistungsbeschreibung oder Checkout-Angaben, diese AGB, allgemeine Website-Informationen.
3. Shop, Bestellung und Vertragsschluss
Produktdarstellungen im Shop sind unverbindlich und stellen noch kein verbindliches Angebot von innocapai dar.
Der Kunde gibt durch Abschluss des Checkout-Prozesses eine verbindliche Bestellung ab. Der Vertrag kommt mit erfolgreichem Abschluss des Shop-Kaufs zustande, insbesondere wenn Zahlung oder Zahlungsautorisierung bestätigt und die automatische Bestellbestätigung versendet wurde. Ab diesem Zeitpunkt startet der vertragliche Prozess einschließlich Onboarding und interner Übergabe an die Technik.
innocapai darf Bestellungen ablehnen, wenn Zahlungsdaten fehlen, Angaben unvollständig sind, die Unternehmereigenschaft nicht bestätigt ist, technische oder rechtliche Gründe entgegenstehen oder eine Nutzung gegen diese AGB verstoßen würde.
Der Vertragstext wird im Shop-System verarbeitet. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, Bestelldaten, Rechnung und AGB für seine Unterlagen zu speichern.
4. Leistungsumfang von innocapai
innocapai stellt KI-Agenten für eingehende Kommunikation bereit. Je nach gebuchtem Paket kann der jeweilige Agent Chat-Anfragen beantworten, Anrufe entgegennehmen, Anliegen strukturieren, Rückruf- oder Termininformationen aufnehmen, an das Team eskalieren und Gesprächs- oder Chatdaten für die weitere Bearbeitung bereitstellen.
Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus Checkout, Produktbeschreibung, Auftragsbestätigung und gebuchtem Paket. Optionale Funktionen wie WhatsApp, Kalender, CRM-Anbindung, besondere Rufnummernlogik, individuelle Workflows oder zusätzliche Integrationen sind nur enthalten, wenn sie ausdrücklich gebucht oder bestätigt wurden.
Die KI-Agenten von innocapai ersetzen keinen Notrufdienst, keine medizinische, rechtliche, steuerliche oder sonstige fachverbindliche Beratung und keine menschliche Letztentscheidung. innocapai schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, keine bestimmte Abschlussquote, keine bestimmte Zahl an Leads und keine fehlerfreie Erkennung jeder Eingabe.
5. Preise, Zahlung und Nutzungsentgelte
Für Shop-Produkte gilt keine Anzahlung. Maßgeblich sind die im Checkout angezeigten Preise, sofern keine individuelle Vereinbarung besteht.
Chat Agent99 Euro monatlich, 399 Euro einmalige Einrichtung, 0,04 Euro pro Nachricht, jeweils zzgl. anwendbarer Umsatzsteuer.
Chat + Voice Agent199 Euro monatlich, 799 Euro einmalige Einrichtung, 0,29 Euro pro Inbound-Minute, jeweils zzgl. anwendbarer Umsatzsteuer.
Die einmalige Einrichtungsgebühr und die erste Aboperiode sind bei Bestellung oder vor Freischaltung fällig. Laufende Grundgebühren werden im Voraus berechnet. Nutzungsabhängige Entgelte, insbesondere Nachrichten und Inbound-Minuten, werden nach tatsächlicher Nutzung monatlich nachträglich oder im im Checkout angegebenen Rhythmus abgerechnet.
Die technische Messung der Nutzung durch innocapai, den Telekommunikationsanbieter, das Shop-System oder den jeweiligen Plattformanbieter ist für die Abrechnung maßgeblich, sofern der Kunde nicht innerhalb von 14 Tagen nach Rechnung Zugang nachvollziehbare Einwendungen erhebt.
Zahlungen erfolgen über die im Checkout angebotenen Zahlungsarten. Die Zahlungsabwicklung kann über Drittanbieter erfolgen. Der Kunde muss gültige Zahlungs- und Rechnungsdaten hinterlegen und aktuell halten. Fehlgeschlagene Zahlungen, Rücklastschriften oder Chargebacks können zusätzliche Kosten auslösen, soweit diese dem Kunden zuzurechnen sind und gesetzlich zulässig berechnet werden dürfen.
Preise verstehen sich netto zzgl. Umsatzsteuer, soweit Umsatzsteuer anfällt. Bei innergemeinschaftlichen B2B-Leistungen kann Reverse Charge gelten, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Der Kunde ist für richtige Rechnungsdaten, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und steuerliche Angaben verantwortlich. Falsche Angaben können zu Nachberechnung führen.
innocapai darf Preise aus sachlichem Grund anpassen, etwa bei gestiegenen Kosten für KI-Modelle, Telekommunikation, Hosting, Lizenzen, Personal, Steuern, Regulierung oder Sicherheitsanforderungen. Preisanpassungen werden mindestens 30 Tage vorher angekündigt. Bei einer nicht nur unerheblichen Erhöhung kann der Kunde den betroffenen Vertrag zum Inkrafttreten der Erhöhung außerordentlich kündigen.
6. Einrichtung, Aktivierung und Go Live
Der Vertrag startet mit dem erfolgreichen Shop-Kauf. Die technische Einrichtung und der produktive Livegang setzen zusätzlich Zahlung oder Zahlungsautorisierung, vollständige Onboarding-Daten und erforderliche Freigaben voraus.
Angaben wie "startklar in 24 Stunden" beschreiben eine mögliche Zielgeschwindigkeit bei vollständiger Mitwirkung und technisch einfachem Setup. Sie sind keine Garantie für jeden Einzelfall. Verzögerungen durch fehlende Inhalte, ausstehende Freigaben, Telefonieanbieter, Domain-, Kalender-, CRM- oder Website-Zugänge verlängern den Zeitplan entsprechend.
Der Go Live erfolgt erst, wenn die für das gebuchte Paket erforderlichen Informationen, Freigaben und technischen Voraussetzungen vorliegen. innocapai darf den produktiven Start verweigern oder verschieben, wenn rechtliche, technische oder sicherheitsrelevante Risiken bestehen.
Einrichtungsleistungen sind nach Beginn der Einrichtung grundsätzlich nicht erstattbar, soweit innocapai bereits Aufwände erbracht oder Drittleistungen veranlasst hat.
7. Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde stellt alle für Einrichtung und Betrieb erforderlichen Informationen vollständig, richtig und aktuell bereit. Dazu gehören insbesondere Unternehmensdaten, Leistungen, Preise, Öffnungszeiten, FAQ, erlaubte Aussagen, Eskalationskontakte, Kalenderlogik, Rückrufregeln, Datenschutztexte, Telefonie- und Website-Zugänge sowie gewünschte Tonalität.
Der Kunde bleibt verantwortlich für die rechtliche Zulässigkeit seiner Inhalte, Angebote, Branchenpflichten, Werbeeinwilligungen, Datenschutzinformationen, Gesprächshinweise und internen Prozesse.
Fehlerhafte, veraltete oder unvollständige Kundendaten können zu falschen Antworten oder falschen Übergaben führen. Solche Folgen gehen nicht zulasten von innocapai, soweit innocapai die Ursache nicht zu vertreten hat.
Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Der Kunde informiert innocapai unverzüglich über Sicherheitsvorfälle, unbefugte Nutzung oder relevante Änderungen seiner Prozesse.
8. Zulässige Nutzung, Missbrauch und Sperrung
Der Kunde darf die innocapai Leistungen nur rechtmäßig, sicher und im vereinbarten Umfang nutzen. Untersagt sind insbesondere rechtswidrige Inhalte, Spam, unerlaubte Werbeanrufe, belästigende Kommunikation, Täuschung über Identitäten, Betrug, Diskriminierung, Social Scoring, Ausnutzung vulnerabler Personen, rechtswidrige Profiling- oder Scoring-Zwecke, biometrische Identifikation oder Emotionserkennung ohne ausdrückliche Freigabe, Deepfake-Nutzung, Sicherheitsangriffe und Verstöße gegen Sanktionen oder Exportkontrollen.
Der Einsatz in Hochrisiko-, Notfall-, medizinischen, rechtlichen, finanziellen oder sicherheitskritischen Entscheidungsprozessen ist nur zulässig, wenn innocapai dies ausdrücklich in Textform bestätigt und die dafür erforderlichen rechtlichen und technischen Voraussetzungen erfüllt sind.
innocapai darf den Zugang ganz oder teilweise sperren, begrenzen oder verzögern, wenn ein begründeter Verdacht auf Missbrauch, Rechtsverstoß, Sicherheitsrisiko, ungewöhnlichen Traffic, Zahlungsrückstand oder Gefährdung von Systemen, Dritten oder Endnutzern besteht. innocapai informiert den Kunden, soweit dies möglich und zumutbar ist.
9. KI, Transparenz und Telefonie
KI-generierte Antworten können fehlerhaft, unvollständig oder missverständlich sein. Der Kunde ist verpflichtet, Wissensbasis, Gesprächslogik, Eskalationen und kritische Inhalte regelmäßig zu prüfen und freizugeben.
Bei direkter Interaktion mit natürlichen Personen muss der Kunde sicherstellen, dass Endnutzer klar und verständlich darüber informiert werden, dass sie mit einem KI-System interagieren, sofern dies nicht offensichtlich ist. innocapai kann technische Hinweise oder Standardformulierungen bereitstellen. Die Verantwortung für den konkreten Einsatzkontext bleibt beim Kunden.
Bei Voice-Funktionen ist der Kunde verantwortlich für rechtmäßige Rufnummernnutzung, Anrufweiterleitung, Informationspflichten, etwaige Einwilligungen zur Aufzeichnung, Branchenregeln, Werbeeinwilligungen und nationale Telekommunikationsvorschriften. Der gebuchte Agent darf nicht als Notruf-, Krisen- oder Bereitschaftsdienst eingesetzt werden.
Drittanbieter wie KI-Modellanbieter, Hostinganbieter, Telekommunikationscarrier, Zahlungsdienste, E-Mail-, SMS-, Kalender-, CRM- oder Analyseanbieter können für den Betrieb erforderlich sein. innocapai haftet für deren Ausfälle nur, soweit innocapai diese zu vertreten hat. Eigene Auswahl-, Integrations- und Überwachungspflichten von innocapai bleiben unberührt.
10. Datenschutz, AVV und Datenverwendung
Soweit innocapai personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, ist der Kunde Verantwortlicher und innocapai Auftragsverarbeiter. Die produktive Nutzung von innocapai Leistungen mit personenbezogenen Daten setzt den Abschluss einer Auftragsverarbeitungsvereinbarung gemäß Art. 28 DSGVO voraus.
Die AVV regelt insbesondere Gegenstand und Dauer der Verarbeitung, Art und Zweck, Kategorien personenbezogener Daten, Kategorien betroffener Personen, technische und organisatorische Maßnahmen, Unterauftragsverarbeiter, Unterstützung bei Betroffenenrechten, Löschung oder Rückgabe sowie Melde- und Mitwirkungspflichten.
Der Kunde ist verantwortlich für Datenschutzinformationen gegenüber Anrufern, Chatnutzern, Interessenten, Kunden und Mitarbeitern. Dazu gehören Hinweise auf KI-Nutzung, Verarbeitung von Gesprächs- und Chatdaten, etwaige Aufzeichnungen, Transkripte und Weiterleitung an interne Systeme.
Kundendaten werden nicht für das Training allgemeiner KI-Modelle verwendet. Supportzugriffe erfolgen zweckgebunden. Speicherung, Export und Löschung richten sich nach Produktkonfiguration, AVV und gesetzlichen Aufbewahrungspflichten.
11. Verfügbarkeit, Wartung und Support
innocapai strebt für die zentralen SaaS-Komponenten eine Zielverfügbarkeit von 99,5 % im Kalenderjahr an. Dies ist kein garantiertes Service-Level, sofern kein gesondertes SLA vereinbart wurde.
Nicht berücksichtigt werden geplante Wartung, Notfallwartung, höhere Gewalt, Ausfälle von Telekommunikationsnetzen, KI-Modellanbietern, Hosting, Zahlungsdiensten, Browsern, Endgeräten, Kundensystemen, DNS, Domains, Schnittstellen, Drittplattformen oder sonstigen Systemen außerhalb des beherrschbaren Einflussbereichs von innocapai.
innocapai darf Wartungsarbeiten durchführen und informiert den Kunden nach Möglichkeit vorab. Bei sicherheitsrelevanten oder dringenden Maßnahmen kann eine vorherige Ankündigung entfallen.
12. Laufzeit und Kündigung
Mindestlaufzeit: 12 Monate. Die monatliche Abrechnung bedeutet keine monatliche Kündbarkeit, sofern im Checkout oder in einer individuellen Vereinbarung nichts anderes geregelt ist.
Die Vertragslaufzeit beginnt mit Vertragsschluss. Die Mindestlaufzeit beträgt 12 Monate. Der Vertrag verlängert sich jeweils um weitere 12 Monate, wenn er nicht spätestens 2 Monate vor Ablauf der jeweiligen Laufzeit in Textform gekündigt wird.
Kündigungen können per E-Mail an innocapai oder über eine von innocapai bereitgestellte Kontofunktion erfolgen. Nach Vertragsende darf innocapai den Zugang deaktivieren und die Leistungen einstellen. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten und Regelungen der AVV bleiben unberührt.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere bei erheblichem Zahlungsverzug, schwerem Missbrauch, Verletzung von Datenschutz- oder Sicherheitsregeln oder unzulässiger Nutzung vor.
13. Haftung
innocapai haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet innocapai nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Soweit gesetzlich zulässig, ist die Haftung insgesamt auf die vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlten Nettoentgelte begrenzt. Zwingende gesetzliche Haftung bleibt unberührt.
innocapai haftet nicht für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, ausgebliebene Geschäftsabschlüsse, Reputationsschäden, Datenverluste bei fehlender Sicherung durch den Kunden, fehlerhafte Kundendaten, rechtswidrige Kundennutzung oder Ausfälle von Drittanbietern, soweit innocapai diese nicht zu vertreten hat.
Für KI-Ausgaben, Gesprächsergebnisse, automatische Qualifizierungen, Termin- oder Rückrufvorbereitungen gilt: Der Kunde bleibt für die fachliche Prüfung und operative Verwendung verantwortlich.
14. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht des Königreichs Spanien unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG), soweit zwingendes Recht nicht entgegensteht.
Gerichtsstand ist Palma de Mallorca, sofern gesetzlich zulässig.
Der Kunde verpflichtet sich zur Einhaltung aller geltenden Export-, Sanktions-, Datenschutz-, Telekommunikations- und KI-Regeln, soweit diese auf seine Nutzung von innocapai Leistungen anwendbar sind.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die Parteien werden die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame Regelung ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck möglichst nahekommt.